Die 219 158

Die 219 158

 Um die Loks der Baureihe 219 für weitere Jahre einsetzbar zu machen, entschied sich die DB AG 1999 für   ein
Pilotprojekt,  nämlich die Remotorisierung eines U-Bootes.
  Geplant war, die überalteten Dieselmotoren aus Johanisthal durch modernere, leistungsstärkere Motoren   zu 
  ersetzen, die weniger Kraftstoff verbrauchen, und auch wesentlich leiser sind.
  Außerdem sollten die Abgasnormen eingehalten werden..
  Hierbei wurden dann noch die Drehgestelle überarbeitet (wie auch bei der Baureihe 229), um die  Laufeigenschaften
  zu verbessern.
  Eine Moderne Hydrostatanlage mit elektronischer Leistungsregelung wurde genau so eingebaut, wie die  Zentrale
Energieversorgung (ZEV) mit einem neuen Wechselrichter zur Lufterzeugung.
  Auch die Kühlanlage des Dieselmotors wurde umgebaut.
  Um den Komfort für den Triebfahrzeugführer zu verbessern, wurde auch ein neuer Einheitsführerstand  eingebaut,
wie er in Steuerwagen auch zu finden ist.
  Hinzu kamen ein Nahverkehrspaket mit Seitenfahrschalter und ein Fahrgastinformationsystem (FIS), und  eine
  frequenzmultiplexe Zugsteuerung (FMZ).
  Letzteres sorgt dafür, daß die Lok Wendezug- und Doppeltraktionsfähig (hierbei kann die Zweite Lok auch  Schublok
  eines Zuges sein) ist (ZWS/ ZDS), und somit mit allen Steuerwagen und gleichermaßen ausgestatteten  Loks der
 Baureihe 219 betrieben werden kann.
  Auch ein neuer Zugbahnfunk der Art MESA 2000 wurde eingebaut.
  Die Zusatz- und Führerbremsventile der Bauart Dako wurden durch Knorr Amaturen ersetzt.
  Auch die Bedienelemente wurde zum Teil aus der 7 Jahre älteren 229 verbaut.

  Auch ihre neue Maschinenanlage erfüllt daß neue Traktionsprogram.
  Mit ihrer Anfahrtzugkraft von 300kN und ihrer kleinsten Dauerfahrzugkraft (bei 25km/h) mit 200kN wäre die
Maschine auch im Güterzugverkehr einsetzbar gewesen, denn sie hat nun eine um 20% gesteigerte  Anfahrtzukraft,
 welche von 2 Caterpillar Motoren des Types
3512 DI TA SC mit einer Leistung von jeweils 1500kW.
  Der Bordstrom der Lok wird durch Lichtanlassmaschinen, welche von einer Wartungsarmen Bleibatterie  genutzt wird.

  Die einzige Lok , 219 158, wurde beim Bw Halberstadt hinterstellt, und nach dessen Schließung 2003 an  daß
  DB Museum veräußert,welches einen Dauerleihgabe Vertrag mit den Dampflokfreunden Berlin hat, die  die
 Verkehrsrote 219 158 wieder in Altrot lackierten und für
Sonderzüge einsetzen.






  Leider ist die Maschine nicht ausgereift, denn es gibt öfters Probleme, so waren zum Beispiel  Flüssigkeitsverlust und
  kürzlich erst ein Schwerer Getriebeschaden zu vermelden.
  Sie ist seit Dezember 2007 wieder im Einsatz!